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Ozeana

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1

Wednesday, August 26th 2009, 5:00pm

Mrsa bei Leguanen

Hallo zusammen!

Ich halte ja 1.1 iguana, und bartagame sowie Hunde.
Meine freundin mit der ich zusammen wohne arbeitet in der altenpflege , nun ist da durch unachtsamkeit erst jetzt bekannt geworden das ein patient Mrsa hat.
Dadurch wurden auch die nötigen schutzmaßnahmen erst zu spät getroffen, somit müssen jetzt alle dort zum Arzt.
im internet habe ich gelesen das es sich auf Hunde, pferde und Katzen übertragen kann, und auch hier eine Behandlung nötig ist.
Meine Frage ist nun einfach kann sich das auch auf Reptilien übertragen??
Habe das noch nie gehört und wusste auch nicht das es sich auf hunde übertragen kann.


Danke jetzt schon für eure antworten.
LG Mel

Mein Bestand:
1.1. Iguana Iguana
1.1 Hund
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0.7 Meerschweinchen
1.0 Steppenlemminge
1.4 Pogona vitticeps
0.0.13 Gespenstheuschrecken
0.0.30 Stabheuschrecken
:bye:

Nillay

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2

Wednesday, August 26th 2009, 5:12pm

Mhhh gute Frage, das hier hab ich im Internet gefunden

MRSA bei Tieren

von Angelika Petrich-Hornetz

Zuerst war der Erreger von Haut- und Weichteilinfektionen ein reiner Krankenhauskeim. Dann sickerte der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) allmählich in Pflegeeinrichtungen und tauchte ein paar Jahre später auch außerhalb von Kliniken und Altersheimen auf, als so genannter community-acquired MRSA (caMRSA). Nicht lange danach trafen die ersten Meldungen über befallene Haustiere ein, die vorwiegend von ihren Haltern infiziert worden waren – und über kolonisierte Nutztiere. Erstmals wurde Ende Februar nun auch in der Schweiz MRSA bei einem Schwein und zwei Kühen entdeckt.

Noch relativ jung ist die Erkenntnis, dass auch Haustiere MRSA an ihre Halter übertragen können. Dies wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch den Fall einer Frau bekannt, den Forscher vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 2008 beschrieben . Die schweren Hautinfektionen der Frau kehrten trotz wiederholter Antibiotika-Behandlungen immer wieder, bis man entdeckte, dass eine ihrer Hauskatzen ebenfalls, und zwar mit demselben MRSA-Erreger, infiziert war. Erst nach deren antibiotischer Therapie durch den Tierarzt, heilten auch die Hautinfektionen der Katzenhalterin ab.

Viel öfter wurden in der Wissenschaft noch die Fälle über den häufigeren, umgekehrten Weg dokumentiert, bei dem sich Heimtiere beim Menschen anstecken. Neben Katzen können auch Hunde, Kleintiere und insbesondere Pferde Träger von caMRSA-Arten sein. Die Tiere werden so auch ohne eigene, akute Erkrankung wiederum zu Überträgern an andere Tiere - und Menschen.

So berichteten verschiedene Studien über Tierkliniken, in denen unterschiedliche Prozentsätze von Mitarbeiterm ebenfalls Träger jener MRSA-Arten waren, die auch bei den Tieren selbst festgestellt worden waren. Inzwischen rechnet man damit, dass die Kolonisations-Rate bei Mitarbeitern in Tierarztpraxen und –kliniken ähnlich hoch ausfallen könnte wie die in Kliniken der Humanmedizin, die vor ein paar Jahren noch die einzigen Stätten mit einem MRSA-Problem waren.

Wie in einigen anderen Ländern, ist auch in Deutschland MRSA bei Nutztieren bekannt. So wurde der hartnäckige Keim zum Beispiel letzets Jahr bei Stichproben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in 16 von 28 Schweinmastbetrieben gefunden. Gegen den Keim hilft übrigens konsequentes Durchgaren. Besonders gefährdet sind in den Betrieben vor allem die Mitarbeiter, unter Umständen auch Familienangehörige ohne direkten Kontakt, die alle, auch wenn sie nicht erkranken, ebenfalls als Überträger auf weitere Tiere oder Menschen fungieren können.

Auch in der Schweiz wurde der Keim neben den drei Nutztieren bei drei Tierhaltern gefunden – und nach Angaben der Behörden erfolgreich behandelt. Die Bedeutung von Haus- und Nutztieren als sich etablierende Glieder in der Übertragungskette von MRSA dürfte den Kampf gegen den Erreger nicht einfacher gestalten.


Quelle

Edit: Quelle hinzugefügt ;)
lieben Gruß Nillay

-------------------------------


Ich bin nicht bescheuert, ich bin verhaltensoriginell
:)

This post has been edited 1 times, last edit by "Kismet" (Dec 7th 2009, 6:34pm)


Ozeana

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3

Wednesday, August 26th 2009, 5:53pm

Super interessant, danke für die schnelle antwort.

Ich werde einfach mit doppelter Vorsicht an meine Pfleglinge gehen.
Denke lieber etwas zu vorsichtig als nachher einen Verlust zu melden.

Danke nochmal
LG Mel

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caluppe

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4

Sunday, August 30th 2009, 10:01am

Hallo Melanie,

ich habe deinen Beitrag erst jetzt gelesen, weil ich aus dem Urlaub jetzt wieder da.

Interessanten Überlegung. Meine Frau und ich arbeiten beide auf einer Intensivstation. Dort gibt es jeden Woche mindestens ein Isolationszimmer wegen MRSA. Natürlich gibt es Schutzmaßnahmen, um eine weitere Verbreitung auf der ITS zu vermeiden. Für schwer bis schwerst kranke Menschen können diese Keime ein wirkliche Bedrohung darstellen. Eine MRSA-Sepsis ist recht schwierig zu behandeln.
Zu deiner eigentlichen Frage: Ich glaube nicht dass du deine Tiere damit ersthaft gefährden kannst. In Deutschland, wie überall in der Welt, gibt es Träger von MRSA. Die Niederlanden habe mal bei allen Patienten, die ein Krankenhaus betreten mussten einen Nasenabstrich gemacht und dabei viele Träger von MRSA gefunden.
MRSA haben beim gesunden Menschen keinen Krankheitswert. Problem ist halt: Man wird selber krank und kommt mit schwer kranken Menschen in Kontakt.
MRSA sind Staphylococcus aureus. Das sind normale Hautkeime. Die hat jeder. Was gefährliche werden kann, aber wirklich nur in bestimmten Situationen, ist die Multiresistenz dieser Keime. Die sind ja meist nicht nur auf Methicillin resistent sondern noch auf weitere modere Antibiotika.

Liebe Grüße
Steffen

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