mag blöde klingen aber probiere es doch mal mit bananenbrei
Ganz blöde Idee... Gerade Jungtiere von relativ schnellwachsenden Waranen benötigen sehr viel Kalzium zum Aufbau der Knochen.
Bananen haben ein
sehr sehr sehr beschissenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Glaube mich an 1:8 zu errinnern.
Also sehr negativ für das Kalzium. Ist im übrigen auch interessant für alle Phelsumenhalter. Dort wird in der Literatur auch angegeben Bananenbrei zu verabreichen. Ganz doofe Idee.
Phosphor zerstört die Struktur eines Knochens... das gleiche Problem hatte ich leider vor 1 1/4 Jahren mit meinem Jemenchamäleon.
Dr. Mutschmann aus Berlin hat mich dann mal eben über die Konsequenzen der Gabe von Bananen aufgeklärt, daher kann ich dies mit einer 100%igen Aussage tun.
Was mir schon aus früheren Zeiten der Leiocephalus-Haltung bekannt ist, ist das Reptilien bei Kalziummangel anfangen über den Sand Kalzium aufzunehmen. Denn Sand ist in der Natur ein natürlicher Kalziumlieferant. Denn in der Natur bestäubt ja leider niemand die Futtertiere mit entsprechenden Präparaten.
Dieser Fall hier deutet genau darauf hin. Der Waran scheint Kalziummangel zu haben. Akut ist dies sicher noch nicht. Jedoch sehe ich kaum Rippe und es ist auch eindeutig das Rückenmark zu sehen.
Ich würde dir raten den Anweisungen des TA zu folgen und ihm das Parafinöl zu verabreichen. Denn der Sand
muss da raus, egal wie.
Weiterhin derzeit erstmal kein Obst... nur Insekten in ausreichenden Mengen. Zu schwerer verdaulichen Nagern würde ich dir als Laie ebenfalls abraten. Jedoch ist das wirklich nur ne Laienaussage.
Die Insekten mit ordentlich Sepiaschale vollknallen. Ich habe bei meinen Jemenchamäleon damals die Futtertiere angehaucht (also leicht befeuchtet) und ordentlich in die Sepiaschale getaucht.
Das war mehr Kalzium als Futtertier, ein krasser weißer Klumpen. Dann Zwangsfütterung... mehrmals täglich mit kleinen Futtertieren!!! Der Kot hat sich dann weiß gefärbt, alles was Überschuss an Kalzium war, wurde sozusagen 1:1 ausgeschieden.
Mein Chamäleon war es mir dankbar in dem es überlebt hat und seid dem jeden Tag nur mit seiner Anwesenheit diesem Aufwand dankt.
Zu einer ausreichenden UV-Versorgung braucht ja keiner was sagen, dein Terrarium kennen wir ja alle, inkl. Technik.
Zum Tauben- oder auch Muschelgrit würde ich dir ebenfalls raten. Es gibt Tiere die gehen da gerne rann, sobald sie erkannt haben das es gut für sie ist. Habe die bei meinen Leguanen ebenfalls angeboten. Einige haben es genommen. Andere widerum nicht... jedoch solltest du es ausprobieren, mehr als versuchen kann man es ja nicht.
Weiterhin solltest du auf die Wasserversorgung des Tieres achten. Auch wenn dort eine Ansammlung von Material ist, heißt es nicht, das es sich nur um Sand handelt. Dies kann auch zu trockener Mageninhalt sein.
Durch das Wasser "verdünnst" du diesen Mageninhalt und er gelangt leichter in den weiteren Verdauungstrakt.
Die Nieren scheinen wenig zuarbeiten... ich habe dir den Bereich, der eigentlich heller sein sollte, mal mit roten Kreisen eingezeichnet.
Fett (ganz hell) hat das Tier eigentlich genug... steht also gut im Futter. Die Lunge (dunkel) sieht auch klasse aus.
So denn, hoffe dir nen kleinen Tipp gegeben zu haben.
Freue mich auf weitere Berichterstattung über das wohlbefinden deines Warans.