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1

Sunday, August 2nd 2009, 12:17am

Anfängergiftschlange

Habe hier von Roger (Giftnatter) einen Bericht bekommen zum Thema "Einsteigergiftschlange" Danke Dir Roger für den guten Beitrag:

Welche Giftschlangen sind sogenannte Anfängerschlangen

Die leidige Frage kommt immer wieder und niemand ist sich einig. Weder Privathalter unter sich, noch die verschiedenen Behörden können sich einigen oder haben ein Konzept.

Giftschlangen in verschiedene Giftklassen zu unterteilen und einfach die sogenannt weniger giftigen, als Anfängerschlangen zu bezeichnen, halte ich für nicht sinnvoll, denn auch weniger giftige Schlangen können erhebliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Vor allem heisst das doch nichts anderes, als dass man schon von Beginn weg mit einem Bissunfall rechnet. Nach dem Motto: Da Du als Anfänger sowieso gebissen wirst, dann wenigstens von einer sogenannt schwach giftigen Schlange.

Muss ich als Anfänger denn damit rechnen auch bald einmal gebissen zu werden?

SICHER NICHT.

Wer von Beginn weg mir einem Bissunfall rechnet, sollte lieber erst gar nicht mit der Haltung von Giftschlangen beginnen. Das ist ganz klar die falsche Einstellung.

Wenn man schon eine Einteilung für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis machen will oder muss, dann sollte man vielleicht am ehesten die Giftschlangen nach ihrer Agilität und ihrem Wesen einstufen. Da ich mich ja sowieso nicht beissen lassen will, ist die Stärke des Giftes ja auch egal.

Was jedoch für einen Anfänger nicht egal sein sollte, ist die "Aggressivität" und die Geschwindigkeit einer Giftschlange, mit der man sehr schnell überfordert sein kann. Was auch sehr wichtig ist, ist das Handling mit einer Schlange. Das heisst, wie lässt sich die Giftschlange von A nach B bringen? Bleibt sie auf einem Haken oder muss man zwei Haken, eine Zange, eine Schlinge oder sogar Handschuhe nehmen? Beissen sie sofort zu oder wollen sie nur flüchten? Leben sie im Geäst, auf Bäumen oder sind sie vorwiegend Bodenbewohner?

Wenn ich all diese Faktoren beachte, werden sich ein paar Giftschlangen auskristallisieren. Dass man mit Jungtieren beginnen sollte, müsste eigentlich klar sein. Bei kleinbleibenden Arten können die Giftschlangen jedoch auch etwas älter sein. Es macht aber sicher keinen Sinn, mit adulten Bitis gabonicas, arietans oder Crotalus basiliscen und diversen grossen Naja-Arten usw. zu beginnen.

Da ich der Meinung bin, dass man sich nur Tiere zulegen sollte, mit denen man auch in jeder Situation umgehen kann, kommen sicher Mambas, Boomslang usw. schon gar nicht in Frage. Es gibt jedoch von jeder Gattung Arten, bez. Unterarten, die sich sehr wohl für den Anfang eignen. Einfach nur alle Najas, Botrops oder Crotalus Arten in einen Topf zu werfen, um sie generell als Anfängerschlange zu verbieten, macht wenig Sinn.

Um mit Giftschlangen entsprechend umgehen zu können, bedeutet das doch nichts anderes, als dass sich der seriöse Schlangenhalter schon ein bis zwei Jahre vor der Anschaffung der ersten Giftschlange damit auseinander setzt.

Ich lerne immer wieder Leute kennen, die vier fünf oder mehr Jahre ungiftige Schlangen pflegen und nie mit einem Haken gearbeitet haben. Dann wollen sie Giftschlangen und merken, dass man sie nicht wie gewohnt einfach mit den Händen aus dem Terrarium nehmen kann. Mit einem Haken richtig und geschickt umgehen, bedeutet jedoch viel Übung und geht nicht einfach von heute auf morgen. Deshalb ist es sehr wichtig eine Vielzahl von Arten zu pflegen und sie wie Giftschlangen nur mit einem Haken zu manövrieren.

Wer entsprechend viel Übung hat, für den gibt es auch die grössere Auswahl an Giftschlangen, die sich für den Anfang eignen. Meiner Meinung nach ist es nicht möglich global zu sagen, welche Arten sich für den Anfang eignen. Jeder muss doch selber so viel Verantwortung haben um zu wissen, was man sich zutrauen kann.

Jeder hat verschiedene Talente. Ein gutes Beispiel ist das Motorrad. Wer ein Motorrad fährt oder Kaufen will, hat die Wahl der Qual. Es gibt die Enduro, die Stassenmachine, den Chopper oder den Easyraider. Das Fahrverhalten ist jedoch bei jedem Motorrad total verschieden. In erster Linie entscheide ich mich doch für ein Motorrad, mit dem ich auch zurecht komme. Dann erst schaue ich auf Aussehen und Farbe. Ich zum Beispiel habe sehr grosse Mühe, die Kurven mit einem Chopper zu kriegen. Also lasse ich es sein und versuche es mit einer Enduro. Ein anderer kann nur etwas mit einer Harley oder mit einer Rennmachine anfangen. Genau so sind das Verhalten der einzelnen Arten, Unterarten bei den Schlangen verschieden. Man muss zuerst herausfinden, mit welchen Tieren man umgehen kann und mit welchen man Mühe hat.

Ich möchte hier zum Schluss noch einige Beispiele geben, die ich mit Kursteilnehmern erlebt habe, um zu zeigen, wie schwierig es ist, Anfängerschlangen zu definieren.

Die als typische Anfängerschlange bekannte Agkistrodon contortrix, (Kupferkopf) musste als Aufgabe auf einem Schaumstoff als Unterlage, am Kopf fixiert werden. Auf den Haken bringen ist noch kein Problem. Aus den Terrarium auf die Unterlage legen geht auch gut. Doch wieso bleibt sie jetzt nicht ruhig liegen? Jedesmal, wenn man beim zweijährigen Jungtier den Kopf nur schon leicht berührt, dreht sie sich ein paar mal um die eigene Achse und schlägt die Zähne in den Schaumstoff. Wenn man sie einfach am Kopf hält, dreht sie sich so schnell dass man Angst hat, sie zu erwürgen wenn man nicht wieder loslässt. Und dann noch jedes Mal wieder das einfangen, weil sie nie am Ort bleibt.

In der Regel kann man mit etwas Übung gut mit Kupferköpfen umgehen. Es gibt jedoch immer Ausnahmen. Wenn das Tier nicht will, braucht es einfach Erfahrung.

Eine weitere, als typische Anfängerschlange bekannte Trimeresurus Art musste aus dem Terrarium genommen werden. Da die Schlange adult ist und es im Terrarium sehr viele Kletteräste hat, sieht man sehr schnell, wie jemand mit einem oder zwei Haken umgehen kann. Bei dieser Aufgabe haben sehr viele Mühe. Jungschlangen bringen viele sogar nur mit der gesamten Einrichtung aus dem Terrarium.

Bei allen Baumschlangen wie Trimis, Bothriechis, Atheris usw. braucht es viel Geschick im Umgang mit den Hacken.

Bei den als Anfängerschlangen verpönten Naja`s (Kobras) gibt es durchaus ein paar Arten, die sich für den Anfang eignen.

Zum Beispiel bei der Naja atra (chinesische Kobra) hatte niemand Probleme sie aus einem Terrarium zu nehmen oder zu fixieren. Das betrifft Jungtiere wie auch Adulte.

Auch naja siamensis (sputatrix atra) oder Naja haje legionis bleibt ruhig auf einem Hacken. Der Vorteil bei den meisten Elapiden ist, dass die Tiere meistens flüchten wollen und selten angreifen.

Jungtiere von Agkistrodon taylori oder Bitis arietans können einen bald einmal überfordern. Sie sind schnell, flink und bleiben selten ruhig auf einem Hacken. Um mit so einem Tier umgehen zu können, braucht es viel Geschick. Wenn sie sauer werden und man sie zu lange ärgert, bleiben sie an Ort und Stelle und greifen einen an. Sie schnappen nach allem was sich bewegt. Das betrifft auch viele Klapperschlangen.

Viele Klapperschlangen sind recht einfach im Umgang. Vor allem als Jungtiere. Da kommen die Probleme erst ab einer gewissen Grösse. Wer einmal eine adulte Crotalus vegrandis, Basiliscus oder Durissus zu fixieren versuchte, oder auch nur schon aus einem Terrarium in eine Boxe verschieben wollte, weiss wie gefährlich das werden kann. Durch ihre Grösse haben sie auch eine dementsprechend grosse Reichweite. Im Gegensatz zu den Kobras verfehlen Klapperschlangen ihr Ziel selten bis nie. Ihre Treffsicherheit ist einfach einmalig. Im Gegensatz dazu wird der Umgang mit vielen Kobras einfacher, je grösser sie werden.

Dann wiederum gibt es Personen, bei denen klappt alles auf Anhieb. Da merkt man schnell die seriöse Vorbereitung. Das Handling sieht so einfach aus als ob sie nie etwas anderes gemacht haben. Das sind jedoch sicher Ausnahmen, aber es gibt sie, wie ich vor kurzem erleben durfte. Ob Najas, Crotalus oder Bitis, alle Aufgaben wurden ruhig, überlegt und sehr sicher erfüllt. Eine wahre Freude zum zuschauen.

Ihr seht, es ist nicht so einfach eine Giftschlange als Anfängerschlange zu definieren. Auch muss man etwas Glück haben um ein ruhigeres Tier zu bekommen. Es ist wie bei den Menschen, es gibt ruhige, nervöse, überhebliche, überlegte und auch einfach bescheuerte.

Fazit:

Wer mit Giftschlangen beginnen möchte, bereitet sich schon ein bis zwei Jahre vor dem Kauf der ersten Giftschlange vor.

Bullennattern, Königsnattern, grössere Pythons, Strumpfbandnattern, diverse Boas, Gelbanakondas, Morelias, alle eignen sich hervorragend, um zu üben. Man muss sie einfach nur so behandeln, als ob sie giftig wären, ohne Hände und nur mit Hacken und anderen Hilfsmitteln.

Wer mit Giftschlangen beginnen möchte, sollte auch unbedingt bei einem erfahrenen Halter die Möglichkeit nutzen, Tipps zu holen und dort seine ersten Gehversuche und Erfahrungen mit dem Umgang von Giftschlangen zu machen. So vielfältig die Giftschlangen sind, so vielfältig ist auch der Umgang und das Handling mit ihnen.

Jeder sollte soviel Verantwortung haben, selber entscheiden zu können, womit er beginnen möchte. Mit viel Vorbereitung und seriösem Üben hat man auch weniger Probleme.

Es gibt nichts schlimmeres als Selbstüberschätzung. Am Schluss muss ja das Tier darunter leiden, wenn man überfordert ist.

Gruss
Roger (Giftnatter)

Nico

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2

Sunday, August 2nd 2009, 4:07am

Sehr schön und ausfürlich geschrieben!
Danke

D.K.Mettal

Allround Moderator

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3

Sunday, August 2nd 2009, 12:15pm

Sehr schöner Bericht.
Aber warum sollte man Schlangen hacken?
Ich nehm lieber den Schlangenhaken :D

Tigersnake

Beginner

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4

Sunday, August 2nd 2009, 2:36pm

Hi Leutz,

klasse Bericht. Roger ist sehr kompetent was Gifttiere angeht, hatte das Glück ihn mal in Hamm persönlich kennenzulernen. Hab selber Tiere von ihm, die sich sehr gut entwickelt haben.

Das mit dem "Hacken", liegt vielleicht daran, das er Schweitzer ist und im schwitzerdütsch, alles was anders geschrieben und gesprochen wird, fg.


Liebe Grüsse
Andy

Atrax

Intermediate

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5

Sunday, August 2nd 2009, 6:48pm

@tigersnake:

hey, so kanns gehen, jetzt bin ich erst durch deinen nick auf diesen thread aufmerksam geworden :D.

sag bloß, dass du eine tigersnake zuhause hast? ;)

wollte da gleich mal anfragen ob diese art eigentlich in deutschland/österreich erworben werden kann? ich meine jetzt legal ;) und wenn ja, was die kosten würde?

keine sorge *lach* ich lege mir so eine nicht zu, hab sie lieber in freier natur und da seh ich sie oft genug ;) aber sowas interessiert mich einfach. angeblich kann man ja sogar ne königskobra legal für ca. 10 k euro erwerben, tz (find ich persönlich vollkommen sinnlos aber was solls) aber das hab ich nur gehört.

lg.

Tigersnake

Beginner

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6

Sunday, August 2nd 2009, 7:07pm

@ Atrax,

ich hab leider keine "Tigersnake" sprich Tigerotter, für die es nicht wissen. Ich wüsste auch nicht, ob man sie bekommen könnte. In Österreich sieht das natürlich anders aus, aber hier kann man fast in jeden Bundesland legal, Gifttiere halten und züchten. Ich persönlich komme aus Köln - Nordrhein Westfalen, da gibt es noch kein Verbot solche Tiere zu halten oder gar zu züchten. Ausser bei europäischen Gifttieren, die man beim Vet. Amt anmelden muss.

Ich werde nachher mal meine zur Zeit gepflegten Tiere auflisten, damit ihr mal einen Überblick bekommt.


Gruss Andy

Atrax

Intermediate

Date of registration: Aug 1st 2009

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7

Sunday, August 2nd 2009, 7:45pm

Ah, ok alles klar.
Ja irgendwie hab ich schon vor langem es aufgegeben durch diese ganzen Gesetzeslagen der Tierhaltung, im speziellen der Gifttiere, durch zu blicken *lach*. Ist irgendwie überall anders.

Also dann wüsstest du garkeinen der dir eine verkaufen könnte?
Mich würde jetzt einfach nur interessieren was für solche ausgefallenen Arten verlangt wird.

LG.

Tigersnake

Beginner

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8

Sunday, August 2nd 2009, 9:22pm

Hi Atrax,

ich kann dir leider nicht sagen, was solche Tiere kosten würden, da ich in Deutschland und im näheren Ausland keinerlei Angebote gefunden habe.

Aber der Gesetztestext für Österreich besagt auch, das solche Tiere nicht in privater Hand gehalten werden dürfen.

http://www.exotica.at/verboten.html

Der Link ist sehr informativ und dort gibt es auch einen weiteren Link zum original Gesetzestext für Österreich.


Gruss Andy

Atrax

Intermediate

Date of registration: Aug 1st 2009

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9

Sunday, August 2nd 2009, 9:41pm

hey, danke für den link, spitze :).

werde mich da mal bisschen durchackern. kann es sein bzw. meinst du, dass diese (bleiben wir mal bei den australischen giftnattern) aufgrund ihres potenten toxins verboten sind?

bin echt verwirrt weil ja anscheinend der verkauf legal ist. kann jetzt leider wieder nur wiedergeben, was mit der verkäufer (ein wirklicher giftschlangen freak - aber im negativen sinn) einreden wollte aber er meinte, dass er mir tatsächlich oxyuranus-arten besorgen könnte *lol*. aber das glaube ich irgendwie dann doch nicht.

sind diese arten in deutschland erlaubt?

lg.

Tigersnake

Beginner

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10

Sunday, August 2nd 2009, 10:01pm

Hey,

für den Link, das war kein Problem, Google sei Dank, fg.

Bei mir im Bundesland sind fast alle Gifttiere legal zu erwerben, auch Taipane!!!!
Wie schon geschrieben, gibt es hier bei mir nur die Auflage der meldepflicht, bei europäischen Gifttieren, wie Kreuzottern ect....

Wie du in meiner Signatur lesen kannst, besitze ich auch die ein oder andere potentiell gefährliche Art und das ist hier soweit kein Problem, was ich aber manchmal problematisch finde.
Solche Tiere gehören nicht in jedermans Hand, der meint damit umgehen zu können, nur weil er ne Weile irgendwelche harmlosen Schlangen gehalten zu haben.

Ich hoffe ja immer noch, das es endlich eine vernünftige Gesetzesvorlage gibt, wo allen mit geholfen wird.


LG Andy

Atrax

Intermediate

Date of registration: Aug 1st 2009

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11

Sunday, August 2nd 2009, 10:29pm

ja das stimmt, was wären wir bloß ohne den google *lach*.

hmmm, sogar taipane???
verdammt, das ist aber echt bedenklich. o. microlepidotus heißt nicht umsonst fierce snake. habe diesen gesellen mal live und in action erleben dürfen, ich sags dir, da geht die post ab :D.
sowas in privater hand ...... puh, eigenartiger gedanke.

hoi, ja, vor allem cerastes cerastes finde ich einfach NUR süß *fg*.
ansich würde ich mir schon gerne die eine oder andere giftschlange halten aber irgendwie ists doch noch etwas schwierig. ich bin einfach zu oft auf reisen und da kann ich niemandem der nicht wirklich viel erfahrung mit solchen tieren hat, die pflege zumuten.

meine mutter hat zwar wirklich viel erfahrung mit der handhabung dieser tiere aber die sagt mir was wenn ich sie darum bitte extra in meiner wohnung diese tiere zu hüten *lach*.

gibt es denn eigentich bei dir in der nähe quellen wo man zb. australische giftnattern beziehen kann oder würde das in dem fall nur über die großen messen gehen?

lg.

Pinkmarusha

Beginner

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Location: Heilbronn

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12

Wednesday, August 5th 2009, 11:43pm

Zu erstmal: Super Bericht :D

Zum Thema "Anfängergiftschlange" kann ich nur sagen, das ich damals mit einer Vipera ammodytes angefangen habe, und mit diesem Tier auch sehr gute erfahrungen gemacht habe.

Das weitere war dann ein pärchen Cerastes cerastes, was vom Umgang her auch recht ruhig war.

Ein Bekannter von mir wiederrum holte sich auch zum Einstieg eine Cerastes, und siehe da, sein Weibchen war alles, nur nicht ruhig! Sie benimmt sich bis heute (er hat sie seit 2002) wie eine kleine Furie :P

Da sieht man, das jedes Tier für sich eben doch einen ganz eigenen Charakter und Eigenarten hat und man es nie verallgemeinern kann.

Gruß

snake76

Fachmoderator für Giftschlangen

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13

Sunday, August 9th 2009, 1:47pm

Der Bericht ist ja schon richtig gut.

Ich sag mal so, das es Schlangen gibt die generell als wusselig und eher als agresiv einzustufen sind. Da gehören diverse Bothrops dazu. Von Giftnattern sollte man als Anfänger vielleicht generell die Finger lassen da die ziemlich schnell flitzen können. Wobei es da auch Ausnahmen gibt wie diverse Naja´s. Die sind offensichtlich vom händling her ziemlich ruhig und einfach.
Meiner Meinung nach sollte man sich die Schlangen vorher anschauen und vielleicht auch selber in die Transportbox legen um zu sehen wie sich das Tier verhält oder zumindest dabei sein wenn der Züchter sie einpackt.
Ich hab mit einer Bothriechis schlegelii angefangen und muss sagen, das sie ultra ruhig sind. Zumindest tagsüber :D . Nachts sollte man dann doch seine Finger nicht im Terrarium haben. Sonst könnte es passieren das ;( .

Desweiteren kann ich nur PinkMarusha zustimmen da die Tiere halt nunmal auch alle ihr eigenes Wesen haben und halt auch anders reagieren kann man keine direkte Anfängerschlange nennen.

LG Micha

This post has been edited 2 times, last edit by "snake76" (Aug 9th 2009, 1:50pm)


highko

Beginner

Date of registration: Feb 7th 2011

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14

Monday, February 7th 2011, 8:34pm

Desweiteren kann ich nur PinkMarusha zustimmen da die Tiere halt nunmal auch alle ihr eigenes Wesen haben und halt auch anders reagieren kann man keine direkte Anfängerschlange nennen.


Dem kann ich auch nur beipflichten. Ich habe mit einer crotalus cerastes angefangen (davor etliche Nattern, welche noch immer in meinem Besitz sind). Die war echt entspannt, richtig top für den Anfang. Hingegen dazu habe ich auch eine crotalus oreganus, welche mir Anfangs regelrecht durch's ganze Becken gesprungen ist, wenn ich mit dem Haken kam.

Ich würede diese Sache auch nicht unbedingt an der Art festmachen wollen. Wobei das mit den elapiden (auf Grund ihrer Agilität) schon ein eigenes Kapitel ist.

Gruß
PS.: @ Micha hast mir garnicht verraten, dass Du auch 'ne Schlegelii hast, grins... cu next time! 8)
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snake76

Fachmoderator für Giftschlangen

Date of registration: Jul 29th 2009

wcf.user.option.userOption50: Micha

Location: Weissach

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15

Monday, February 7th 2011, 10:10pm

Hab ich auch nicht mehr. Schade um das edle gute stück.
War ein Monster. Fast 90 cm und 2 Finger Durchmesser. Also für ne schlegelii echt heftig und Seelen ruhig.

Greez micha

highko

Beginner

Date of registration: Feb 7th 2011

wcf.user.option.userOption50: Heiko

Location: Rudersberg

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16

Tuesday, February 8th 2011, 8:41pm

la das ist schade, sowas...
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