Naja, dass man die Tiere dadurch häufiger sieht, stimmt nur bedingt.
Kornnattern sind für gewöhnlich dämmerungs- und nachtaktiv. Meine sind großteils erst dann zu sehen, wenn die Beleuchtung abgeschaltet ist, bzw. einige Zeit danach.
Daran ändert die Größe des Terrariums auch nichts.
Ich habe zudem nie behauptet, dass sich die Tiere grundsätzlich total unwohl fühlen, wenn man ein größeres Terrarium bietet.
Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es einfach Sinn macht, auch das Terrarium "mitwachsen" zu lassen und so geht es auch sehr vielen anderen Kornnatterhaltern.
Und wenn du jetzt mit dem Natur-Aspekt kommst, müsste man streng genommen sämtliche Tierhaltung sein lassen.
Die meisten Kornnattern sind aufgrund langjähriger Terrarienhaltung und Zucht quasi auch 'domestiziert'.
Natürlich nicht vergleichbar mit Tieren wie bspw. Kaninchen, aber nur die wenigsten Nachzuchten hätten wohl eine wirkliche Überlebenschance in der Natur.
Aber ich schweife ab:
Die Mehrzahl der Kornnattern nutzt nicht einmal das, was sie als Maß bekommen, vollständig aus.
Wenn ich meine Tiere kontrolliere oder füttere, muss ich nicht lange rätseln, wo ich sie denn suchen muss (Auch die kleinen Winzlinge finde ich sofort, wenn nötig) oder sie gar "ausbuddeln". So etwas erhöht den Stressfaktor ungemein und bei 4 Monate jungen Kornnattern in einem so großen Terrarium besteht nun mal die "Gefahr", dass man sie dadurch erheblich stresst oder einfach mal nicht findet.
Ich krame sicher nicht ständig nach meinen Tieren, aber zu Fütterungszeiten ist es eben doch nötig, sie mal herauszunehmen (abgesehen von den Bambusnattern, aber hier geht es ja um andere Tiere). Da ist der Stress minimiert, da ich meine Pappenheimer kenne und sie problemlos finde und herausnehmen kann.
Vor allem in diesem Fall hier, wenn 2 Tiere in einem Terrarium gehalten werden, sollte man sie erst recht in Boxen füttern.
Zudem ist es etwas schwieriger, für so kleine Kornnattern ein so großes Terrarium entsprechend zu gestalten.
Wer mich kennt, weiß, dass ich die Tiere vernünftig halte, sie allesamt sehr ausgeglichen und friedlich sind, alle problemlos fressen (selbst die Kornnatter, die ich als "Futterspezialist" bekommen habe) und sich einwandfrei häuten. Selbst die anfänglichen "Beißer" unter den Kornnattern sind alles andere als hektisch oder bissig. In ihren Terrarien liegen sie tagsüber meist in ihren Verstecken, sobald es dann aber dunkler wird, sieht man sie hin und wieder auf Streifzügen und beim Klettern.
Ich will ja auch nicht sagen, dass es "verboten" ist, seine Tiere in großen Terrarien zu halten. Grundsätzlich bin ich die Letzte, die gegen geräumige Terrarien ist, denn ein gut strukturiertes Terrarium kann gerne auch größer sein. Aber das gilt für mich eher für subadulte - adulte Tiere, weil gerade Jungtiere noch wesentlich stressanfälliger sind.
Um zurück zum Ursprungsthema zu kommen:
In 120er Terrarien verwende ich derzeit 40W Spots und eine kleine 15W-Leuchtstoffröhre. Am "Sonnenplatz" habe ich locker über 30°C, ganz nah unterm Spot (mit Schutzkorb) sogar 40-45°C. Das Temperaturgefälle reicht dann von punktuell 30-32°C von 28-26°C.