Gut, dann gönn dem kleinen Schnürsenkelchen jetzt erstmal etwas Ruhe

Es wird vermutlich wirklich bloß am Stress gelegen haben, aber sicher ist sicher.
Zu Cryptosporidien:
Wenn man von Cryptosporidien oder auch "Cryptos" spricht, meint man eine parasitäre Erkrankung, die bei Ausbruch leider immer zum Tod der betroffenen Tiere führt.
Aus diesem Grund pochen erfahrene Reptilienhalter auch so sehr auf eine vernünftige Quarantäne, da aufgrund dieses Parasiten schon ganze Bestände ausgestorben sind
Neuzugänge im Bestand werden demnach immer seeehr streng unter Quarantäne gestellt, sprich: Einzeln gesetzt und mit Handschuhen versorgt, anschließend werden Geräte desinfiziert (Pinzetten o.Ä.) oder gleich Extra-Geräte verwendet.
Es werden Kotproben von Neuzugängen genommen und untersucht, möglichst mehrfach in der Quarantänezeit von ca. 6 Monaten. Nicht immer erhält man einen positiven Befund, dennoch KANN es möglich sein, dass ein Tier latent infiziert ist.
Wenn also ein Tier von Cryptosporidien befallen ist, kann es sein, dass es dem Tier noch augenscheinlich gut geht und es symptomlos ist. Wenn erste Symptome auftreten, erkennt man das meistens an regelmäßig ausgewürgten Futtertieren, Abmagerung, Magen-Darm-Entzündungen usw. Hierbei spreche ich im speziellen von C. serpentis.
Sollte der Verdacht auf Cryptosporidien bestehen, reicht eine Kotprobe nicht immer, weshalb man evtl. Magenspülproben nimmt. Exomed kann Cryptosporidien feststellen, jedoch gibt es auch "Nager-Cryptosporidien" (C. muris), die sich z.B. in einem Futtertier befinden können, aber ungefährlich sind.
Exomed stellt lediglich den Befund her: Positiv auf Cryptosporidien oder negativ - Sollte es dann dazu kommen, kann man sich an die Veterinärmedizinische Universität in Wien wenden, die dies dann genau deklarieren können.
Ich habe glücklicherweise bislang noch nie Cryptosporidien gehabt und wünsche es auch niemandem - das ist mehr als furchtbar.
Verantwortungsvolle Züchter achten auch immer auf angemessene Quarantänezeiten, lassen Kotproben untersuchen und Züchten niemals mit Tieren, bei denen Verdacht auf Cryptosporidien besteht. Dennoch sollte man in jedem Fall aufpassen und anfangs die Tiere aus diesem Grunde einzeln halten, bis man eine Infektion ausschließen kann.