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1

Monday, August 3rd 2009, 9:41pm

Ernährung Chinesische Feuerbauchmolche

Guten Abend,

ich habe eine Frage an die Molchbesitzer und zwar wie ernährt Ihr eure Molche?
Meine bekommen gefrorene rote Mückenlarven und Micro Heimchen, weil zwei aquatil leben, aber die anderen beiden kaum von Wurzel und Stein wegzubewegen sind und auf Mückenlarven nicht reagieren.
Nun finde ich Mückenlarven und Heimchen etwas einseitig und wahrscheinlich auch nicht gerade sehr gehaltvoll.
Deshalb die Frage - was gebt Ihr euren Molchen?

LG
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tanja1979

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2

Monday, August 3rd 2009, 11:05pm

RE: Ernährung Chinesische Feuerbauchmolche

Hallo!

also bei meinen Feuerbauchmolchen damals sowie auch bei meinen aktuell gehaltenen Molchen war bzw. ist mit totem Futter (also Frostfutter) definitiv gar nichts zu erreichen. Interessieren tun sie sich ausschließlich für Futter, welches sich bewegt - und diesem jagen sie auch mit großer Begeisterung hinterher.

Auf dem Speiseplan stehen im Wechsel:
rote Mückenlarven, weiße Mückenlarven, Artemia, kleine Bachflohkrebse, Wasserflöhe


welche Wassertemperatur herrscht in deinem Becken? denn viele Molche drängen auch an Land, wenn die Temperatur zu hoch ist


viele Grüße,
Tanja

SoOderSo

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3

Tuesday, August 4th 2009, 7:22pm

Also meines wissens nach Fressen Molche doch auch Regenwürmer oder?:)

MfG Stefan

This post has been edited 1 times, last edit by "SoOderSo" (Aug 4th 2009, 7:22pm)


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4

Tuesday, August 4th 2009, 8:58pm

Guten Abend,

ja, Molche fressen auch Regenwürmer. Allerdings sind meine noch etwas zu klein dafür. Das ist wohl auch der Grund warum zwei von ihnen selten ins Wasser gehen. Ich halte das Becken ohne Heizung, also Zimmertemperatur und die beiden die schon ins Wasser gehen, fühlen sich dort auch sehr wohl. Die Temperatur liegt im Moment etwas über 20 Grad.
Meine Bedenken sind wohl eher grundsätzlicher Natur. Vielleicht beziehen die Molche ja alle Nährstoffe die sie brauchen aus den Futtertieren, die sich sicher pflanzlich ernähren. Den Heimchen gebe ich z.B. Spirulina Flocken während der Wartezeit bis zur Verfütterung.

Tanja, woher beziehst du Artemia, Bachflohkrebse und Wasserflöhe? Ich habe das im Handel noch nicht entdeckt. Nur immer Heimchen oder Mückenlarven.

Wie sieht es denn mit Blattläusen aus? Verfüttert Ihr Läuse? Die habe ich schon draussen gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Im Frühjahr besiedeln sie ja in Massen Holunderzweige, aber jetzt findet man keine einzige.

Es scheint gar nicht so einfach zu sein, Molche abwechslungsreich zu ernähren. Ich fürchte einfach, dass immer nur Heimchen und gefrorene Mückenlarven nicht so gesund ist...

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tanja1979

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5

Wednesday, August 5th 2009, 3:59am

Ja Regenwürmer werden auch gefressen - ich hab aber auch noch keine verfüttert, zumal meine Molche auch nicht wirklich groß sind. Darüber hinaus verhält es sich bei m.Tieren doch eher so, dass sie lieber mit großem Eifer herumschwimmender Beute nachstellen und sie aus dem Hinterhalt versuchen diese zu fangen, als einfach nur am Boden sich räkelndes Futter aufzusammeln.
Da fällt mir aber ein, dass du es auch mal noch mit Pinky-Maden oder Wachsmaden versuchen kannst - die sind von der Größe her auch für kleine Molche problemlos geeignet und sie kämen sowohl für deine zwei an Land lebenden sowie für die Aquatilen in Betracht.
Zumindest hab ich meinen anfangs immer wieder mal welche vor die Nase gelegt (also unter Wasser) und wenn d. Molche zu langsam geguckt haben, haben sich die Maden aus dem Staub gemacht. Allerdings graben sie sich ziemlich fix im Kies ein, weswegen ich sie nur möglichst gezielt angeboten habe.
Also bei uns hier gibts sämliches Lebendfutter in jeder Zoohandlung, inzw. sogar in jedem Baumarkt.
Die Pinky- u./od. Wachsmaden dürftest wahrscheinl. auch dort vorfinden, wo du deine Heimchen beziehst. Ansonsten sind sie auch im Angelladen zu bekommen.
Könnte mir vorstellen, dass auch Mehlwürmer (frisch gehäutete) in Frage kommen, wobei die, wie auch die Maden wg. ihres hohen eiweis- u. fettgehalts nur begrenzt angeboten werden dürfen - nur als "Leckerli".
Frag doch mal bei deinem Heimchenanbieter nach, ob sie dir nicht regelmäßig Lebendfutter für deine Aquatilen mitbestellen können? sollte ja eigentlich machbar sein?!
Nicht nur, dass du deine Molche dann auch mal von ihrer spannenden Seite kennenlernst, finde ich, dass sie ja vor allem auch irgend ne Beschäftigung brauchen. Also meine Molche sind irgendwie immer beschäftigt.
Übrigens noch ein Tipp: momentan kannst du dir d.Lebendfutter auch "vor der Haustür" besorgen. Einfach mit nem Kescher o.ä. in ein Gewässer (Fluss/See/Teich?) oder es reicht schon eine Regentonne eintauchen und schon hast du jede Menge Futter.
Oder stell dir selbst ne/n Wanne/Eimer i.d. Garten od. auf d.Balkon und der Rest passiert von allein (allerding empfehle ich aus eigener Erfahrung keine Schnakenlarven ins Becken zu geben - das ist nicht mehr lustig). Und Artemia kannst du das ganze Jahr über selbst anzüchten. Die Eier u. das Salz (in jed.Zooabteilung zu finden) ins Wasser geben u. Tageslicht ranlassen.
Nach ca 24 Std ist in der Regel bereits Miniatur-Leben zu beobachten. Wahrscheinlich interessieren sich dann auch deine momentanen Landbewohner bald fürs Wasser, wenn dort lauter tolle Snacks herumwuseln - immerhin liegt es in ihrer Natur.
Was die Frage wg. der Blattläuse betrifft, käme es wahrscheinl. auf nen Versuch an.
Was mir auch noch einfällt zum Thema Landfütterung wäre, sich im Wald ein Stück Moos zu besorgen u. auf den Landbereich plazieren. Darin hält sich normal auch jede Menge Kleinstlebewesen auf.
Wie klein sind die zwei Molche denn eigentlich? denn ganz ehrlich ... ich würde an deiner Stelle es zunächst eher versuchen die beiden durch attraktives Lebendfutter im Wasser so vielleicht ins kühle Nass zu locken, als sich ne halbe Insektenzucht ins Haus zu holen... hoffe, du hast dein Becken wenigstens penibel abgedichtet, denn entkommene Heimchen können sich in der ges. Wohnung bzw. im Haus zu einer Plage entwickeln.
Bei mir hatten sich letztes Jahr welche ungewollt im Terrarium vermehrt - und da Heimchen-Babys so unverschämt klein sind, brauchts für ein Verlassen d.Terrariums noch nicht mal ne offenstehende Tür... jedenfalls fand ich in der ganzen Wohnung springende schwarze "Punkte" 8o seitdem kommen für mich Heimchen definitiv nicht mehr in Frage! also ja schön unter Kontrolle halten die kleinen Biester ;)
Ich hoffe, ich konnte dir in Sachen Futteralternativen etwas weiterhelfen

viele Grüße,
Tanja
tanja1979 has attached the following image:
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bukowsky

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6

Thursday, August 6th 2009, 5:24pm

Hallo,

kleine Anmerkung zu den roten Mückenlarven ... diese besorge ich mir wirklich nur beim Händler meines Vertrauens [kosten auch das Dreifache des Billighandels], da dieser sie aus seriöser Quelle bezieht und mind. noch 3 Tage wässert und "neutral" [also ohne Chemie] verpackt. Leider musste ich einmal bitter erfahren, wie belastet dieses Futter sein kann, verstarben doch drei Molche nach eingenommener 60-Cent-Tüte.

Je nach Größe der Feuerbauchmolche lassen sich auch gut Weiße Asseln, Ofenfischchen und Springschwänze verfüttern. Diese [und einiges andere Futter] beziehe ich von kerf.de in guter Qualität.

Gruß,
Dietmar

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7

Thursday, August 6th 2009, 8:14pm

Hallo,

also ich sehe, dass es genügend Abwechslung gibt. Da sind viele tolle Vorschläge dabei und ich werde wohl einiges davon umsetzen.

Ich füttere die Heimchen inzwischen gezielt mit einer Pinzette, weil der eine Landbewohner es nicht geschafft hat, ein Heimchen zu fangen, der andere dafür gleich drei gefressen hat. Das war nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Mit der Pinzette füttern ist natürlich auch nicht das was ich gerne wollte, aber so erhält wenigstens jeder die gleiche Menge Futter.

Gestern ist mir tatsächlich ein Micro-Heimchen entwischt. Welch Alptraum. Ich habe es allerdings zwei Stunden später erwischt.

Einer der beiden Aquatilen ist um einiges grösser und dicker - der bekommt gar keine Heimchen. Ich frage mich schon, ob es eine andere Rasse ist, z.B. Japanischer Feuerbauchmolch, die werden wohl etwas grösser. Allerdings wurde er mir als "Chinese" verkauft.

Das mit dem Wasserbehälter habe ich sofort umgesetzt. Mal sehen was sich morgen alles darin befindet. Es wird hoffentlich alles ok sein, denn in der Natur würden sie das ja genauso fressen.

Mein Futter beziehe ich meistens vom Freßnapf und das war bisher immer in Ordnung und der Laden ist auch sehr gut geführt. Trotzdem ist der Tipp kerf.de gut um etwas Abwechslung reinzubringen.

Nun habe ich noch eine Frage - ich gebe allen dreien jeden zweiten Tag ein Heimchen und gebe auch jeden zweiten Tag etwas von den gefrorenen Mückenlarven ins Wasser.
Wie oft füttert ihr? Andererseits wenn das Futter immer im Wasser herumpaddelt, kann man das ja gar nicht so genau sagen.
Ich habe es mal mit lebenden roten Mückenlarven versucht. Und inkompetenterweise - das war nicht beim Freßnapf - wurde mir gesagt, dass ich einen Löffel voll ins Wasser geben kann. Was davon übrig bleibt entwickelt sich zur Mücke und die würden ja dann auch gefressen. Natürlich hat sich nichts zur Mücke entwickelt, sondern die Viecher haben sich in den Boden eingegraben. Aber das kommt davon, wenn man Tierbedarf im Baumarkt im Vorbeigehen kauft. Nie wieder!

Also was meint Ihr? Ist jeden zweiten Tag richtig?

LG
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tanja1979

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8

Friday, August 7th 2009, 4:26am

ja, das Risiko mit schadstoffbelsteten roten Mückenlarven ist wirklich nicht zu unterschätzen. Bin da auch sehr vorsichtig. Meine erste Wahl in Sachen Mückenlarven fällt aber sowieso auf die Weißen. Die graben sich nicht ein, kommen in der Regel aus sauberem, klarem Gewässer und bieten den Molchen noch dazu durch ihre dauernde schwimmende Fortbewegungsart, die beste Unterhaltung von allen MüLa´s.

Und tu dir selbst nen Gefallen und verzichte auf die schwarzen Larven, die du in deinem Gefäß an der Wasseroberfläche bestimmt auch bald finden wirst (bewegen sich eigentl. nur davon,wenn sich irgendwas tut). Das sind dann nämlich die Larven der Stechmücken! bei mir hatten sich in 10 Jahren Molchhaltung noch nie weder weiße noch rote Mückenlarven zu Mücken verwandelt, aber die schwarzen Biester ziehens durch! Ich hatte sie unwissenderweise 1x auch mitgenommen. Die Folge waren 2 Molchbecken im oberen Teil voll mit Stechmücken und sogar die im Kühlschrank in einer geschl. Dose verwahrenden Larven haben sich in Mücken verwandelt (hätt ich nie gedacht!).

Habe dir eine "Kulturanleitung für Wasserflohansatz" und Wissenswertes zu roten/weißen/schwarzen Mückenlarven per PN zukommen lassen..

Deine Frage zur Häufigkeit d. Fütterung find ich nicht so einfach beantwortbar. Kommt halt natürlich schon darauf an, ob Lebend- od. Frostfutter gegeben wird (sprich müssen sie sich bewegen u. aktiv jagen od. nicht) wieviel du gibst und wieviel sie davon auch abbekommen. Wenn sich aber die Hälfte der Menge im Bodengrund eingräbt, ist Fütterung jed. 2.Tag wahrscheinl. schon angebracht (?!). Bei hauptsächl. Frostfutter würd ich weniger geben, da sie sich auch kaum bewegen müssen.
Meine 4 Molche bekommen mengenmäßig im Zeitraum von 1 Woche - außer im Winter - ungefähr 290-340ml Lebendfutter (=130ml weiße MüLa + 80-100ml Artemia + 80-100ml übriges erhältliches Lebendfutter). Da aber alles davon (ausser die aber nur sehr selten v. mir angebotenen roten Mückenlarven, die räkelnd am Boden liegen) im ganzen Becken frei umherschwimmend ist und nicht selten erstmal zeitintensiv hinterhergejagt werden muss, mangelt es ihnen auch nicht an körperlicher Bewegung.

Was dein größeres Tier betrifft, kann es sein, dass es sich hier einfach schlichtweg um ein Mädel handelt - die sind nämlich generell größer. Da du sogar vermutest, es könne sich vielleicht am Ende um eine andere Molchart handeln, denke ich, dass du sie nicht von einem Züchter gekauft hast, sondern wahrscheinl. aus nem Zooladen. Dann handelt es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eh um Wildfänge. Hier sind teilw. massive Größenunterschiede Gang und Gäbe. Von den unglaublichen Strapazen die sie hinter sich haben, erholen u. entwickeln sich die einen schneller, die anderen nicht, ganz abgesehen davon, dass sie nicht gleich alt sein müssen oder krank sein können. - ...hatte früher öfters mal für nicht mehr überlebensfähig erklärte, sehr geschwächte cynops orientalis-Wildfänge übernommen... die wenigen, die ich davon durchgebracht habe, blieben z.B. auch alle um einiges kleiner als die anderen. In erster Linie ist wichtig, dass "der Dickere" von deinen Tieren nicht wie "aufgeblasen"/aufgedunsen aussieht, sondern einfach nur wie "gut genährt". Kannst du ein Bild von dem Molch reinstellen?

Novel

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9

Friday, August 7th 2009, 9:26pm

Danke für deine informative PN.
Ich versuche mal zwei Bilder anzuhängen. Auf einem sind die beiden Aquatilen nebeneinander und man sieht den Größenunterschied ganz gut. Allerdings ist er jetzt nicht mehr so enorm, habe ich inzwischen festgestellt. Die beiden Aquatilen wachsen und gedeihen, bekommen einen ordentlichen Bauchumfang und sind putzmunter, während die beiden Landbewohner weiterhin sehr klein und dünn sind und sich meistens hinter einem Stein oder einer Wurzel verstecken.
Auf dem anderen Bild ist recht der Wasser- und links die beiden Landbewohner. Hier sieht man den Unterschied ganz gut, sofern auf dem stark verkleinerten Bild noch etwas zu erkennen ist.

Alle vier sind aus dem Futterhaus. Ich habe bei den Molchen nicht danach gefragt, ob es sich um Wildfänge handelt. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, weil die Tiere schon so lange hier im Handel erhältlich sind. Wildfänge verbinde ich eher mit neu eingeführten Tierarten, bei denen die Nachzucht noch nicht gelungen ist. Aber ich werde in Zukunft bei jedem Kauf nachfragen.

Die Informationen über die weißen Mückenlarven sind interessant. Das werde ich unbedingt ausprobieren. Meine beiden Aquatilen sind auch sehr agil und immer unterwegs und es wird eine Freude sein sie beim Fangen zu beobachten.

Was hast du denn für Hunde?

LG
Novel


Edit by Nene:MüLa gibts nicht -- Mückenlarven bitte auch immer ausschreiben -- erspart mir viel Arbeit ;)


Ok, also keine Abkürzungen.
Novel has attached the following images:
  • P80200222.jpg
  • P725500022.jpg

This post has been edited 1 times, last edit by "Novel" (Aug 7th 2009, 9:32pm)


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