@agame1:
An und für sich hat Patricia ja recht.
Doch hinter der BrightSun steht ja noch etwas mehr.
Wenn man sich etwas mit der Geschichte der UV-Beleuchtung in heimischen Terrarien auseinandersetzt, stellt man fest, dass es eine fortschreitende Entwicklung gab.
Vor der BrightSun gab es diese Mischlampen, aus welcher wohl die PowerSun von ZooMed als berühmtestes Produkt hervor ging.
Wie Du schon bemerktest, mit "integriertem" "Vorschaltgerät".
Wenn wir uns genauer ansehen, was dieses integrierte Vorschaltgerät ist, wirds einem ganz schnell Bange. Der Glühfaden ist nämlich als Widerstand ein Teil dessen.
Jeder der sein Leben nicht im Dunkeln verbracht hat, wird es wohl mit Glühfadenlampen aus dem Material "
Wolfram" verlebt haben und festgestellen müssen, dass diese Glühfäden mit der Zeit den Geist aufgeben.
In der Terraristik haben wir zudem den Umstand, das wir mit dem improvisieren, was uns zur Verfügung steht. Also Licht -> Lampe.
Die Techniken haben dabei nichts ausgelassen, was den Augenmerk an Lichtausbeute, Wärmeleistung, UV-Werte, Farbspektrum, Lichtfarbe und natürlich auch Energieverbrauch gerichtet hat.
Die Mischkonstruktionen hatten den Vorteil, dass man in einer Fassung Licht, UV und auch Wärme herausholen konnte. Dabei gingen die 30-50Watt für den kleinen Metalldampfkörper drauf, die restlichen teilte sich der Glühfaden mit dem integrierten Vorschaltgerät.
Jedoch auch den entschiedenen Nachteil, dass man die ganze Technik wegwerfen konnte, wenn der Glühfaden durch ist.
Da wir in der Terraristik wie beschrieben improvisieren, benutzen wir eine Technik (BaskingSpots), die sich eigentlich nicht unterscheidet von den Glühfadenlampen. Speziell konzipiert dafür sind sie nicht. Also nicht für 12h/tgl. bei Wärmestau mit durchschnittlichen Temperaturen oberhalb des Siedepunktes.
HQI ist eine alte Technik, jedoch ist das Glas -genauer die Legierung- neu. Die beliebten HQI-Brenner werden auch mal gerne ohne Schutzglas verwendet. Ohne Schutzglas bedeutet Unfallgefahr beim explodieren des Leuchtkörpers und kein Schutz gegen UV-C.
Den Kritikern dieses Beitrages zur Beruhigung: die meisten, die den Brenner ohne Schutzglas betreiben (die ich kenne) haben Großraumterrarien mit mehr als 16m³. Daraus ergibt sich ein Abstand zum Tier von meist mehr als 2m.
LuckyReptile hat mit der BrightSun also ein Produkt geschaffen, welches hochwertiges UV-Licht für die Terrarientiere bereithält, dabei einen Abstand von 40-80cm zulässt (also die ganzen Standardbecken) und das ganze unabhängig von der Wärme.
Nicht jedes Tier, welches UV-Licht braucht, sitzt in einem Wüstenbecken.
Wer mit innovativen Baustoffen arbeitet, also Holz, Styrodur oder ähnlichem, braucht auch gar nicht so "sau" viel Wärme. Für den bedeutet also die Verwendung der PowerSun oder anderer Mischlampen eine ewige Überhitzung des Terrariums.
Also, wenn wir Wärme brauchen, setzen wir gezielt einen Wärmespot ein, der genau soviel erzeugt, wie das Tier benötigt. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Erwähnung der JBL und die fehlenden Antworten bei Hagen-Aquaristik bedeuten vll. auch, dass erfahrene Terrianer die von Dir genannte nicht einsetzen. Allerdings kann man jetzt noch mit weiteren Produkten aufwarten und hoffen, über diese dann ein Urteil zu bekommen, wobei ich mich dann frage, wozu sich Leute, deren Erfahrung Du möchtest hinsetzen und das niederschreiben.
All dass, was ich hier geschrieben habe, hat Michael Jetter seit zwei Jahren in diesem Forum laaang und breit erklärt.
Da ich den Spruch "benutze die Suchfunktion" hasse, habe ich mir einmalig die Mühe gemacht, es nochmal zussammen zufassen.
Ich hoffe, dass es jetzt Licht werde.
Gruß
Andreas